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Newsarchiv

2004: Symposium zur Krebstherapie

Platinverbindungen finden in der Krebstherapie seit mehr als 25 Jahren Anwendung. Nun trafen sich Wissenschaftler aus aller Welt in New York City zur 9.ISPCC Konferenz (International Symposium on Platinum Coordination Compounds in Cancer Chemotherapy), um über neue Entwicklungen bei Antitumor-Wirkstoffen auf Platinbasis zu diskutieren. Das Symposium wurde von zahlreichen Firmen unterstützt, die auf diesem Sektor tätig sind. Auch die Business Unit Pharma des Geschäftsbereich Chemicals von W.C. Heraeus, die pharmazeutische Wirkstoffe für die Krebstherapie herstellt, war mit unter den Sponsoren.
„Die meisten Leute wissen gar nicht, welchen elementare Rolle Platinkomponenten bei der Bekämpfung der unerschiedlichsten Krebsarten seit 25 Jahren spielen“, betonte Dr. Rauter, Entwicklungsleiter der Business Unit Pharma. Der spezielle Fokus der Konferenz lag auf den beiden in der Krebsbekämpfung bekanntesten Platinkomplexen: Cisplatin und Carboplatin. „Cisplatin und Carboplatin haben die Fähigkeit, die Teilung von Krebszellen zu hemmen und so eine Streuung der Zellen weitgehend zu verhindern“, erklärte Rauter.
Mit der Unterstützung und Teilnahme an der Konferenz, sowohl einer Firmenpräsentation wie auch mit einem wissenschaftlichen Poster, möchte die Business Unit Pharma auch im Bereich der forschenden Institutionen den Namen Heraeus als Dienstleister im Bereich Wirkstoffherstellung, Synthese- und analytischer Entwicklung bekannter machen.
2004: Heraeus goes fermentation“ – Fermentation hochaktiver pharmazeutischer Wirkstoffe

Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Heraeus mit der Herstellung platinhaltiger pharmazeutischer Wirkstoffe (APIs). Unsere Erfahrungen auf dem Gebiet der Platinchemie sowie der Aufarbeitung edelmetallhaltiger Materialien stellen eine exzellente Grundlage für dieses Geschäft dar.
Edelmetall-basierte APIs, z.B. Cisplatin, Carboplatin und Oxaliplatin, bildeten den Ausgangspunkt unserer Aktivitäten. Vor etwa 6 Jahren wurde schließlich die Entscheidung getroffen, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten für rein organische Verbindungen aufzubauen. Heute finden sich in unserem Portfolio daher auch nicht-edelmetallhaltige APIs wie Dacarbazin, Thiotepa und weitere.
Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stehen kleinvolumige, hochaktive APIs („HAPIs“), die außerordentliche Anforderungen an Produkt-, Personen- und Umweltschutz stellen.
Weiterhin sehen wir einen wachsenden Bedarf an Substanzen, die sich mittels „klassischer“ Chemie nicht wirtschaftlich synthetisieren lassen. Sowohl für neuartige als auch generische Medikamente sind wettbewerbsfähige Preise jedoch der Schlüssel zum Erfolg. Dies erklärt die Tendenz zu alternativen Herstelltechniken.
Um den Anforderungen unserer Kunden entsprechen zu können, arbeiten wir derzeit am Aufbau von Fermentationskapazitäten an unserem Hanauer Standort. Diese werden zukünftig, in Verbindung mit den bereits vorhandenen Produktionseinrichtungen, zur Herstellung ausgewählter HAPIs dienen. Neben der Erfüllung höchster Qualitätsansprüche ist es unser Ziel, unseren Kunden für diese Produkte attraktive Konditionen anbieten zu können.
Die Installation einer kommerzieller Fermentationsanlage sowie eines hieran angeschlossenen Biochemie-Labors erfolgt im Laufe des nächsten Jahres. Als erste kommerzielle Substanzen in diesem Bereich sind Epirubicin und Idarubicin vorgesehen. Weitere Wirkstoffe werden folgen.
Auch diese neuen Einrichtungen werden selbstverständlich gemäß cGMP-Richtlinien betrieben, und wir werden eine Zulassung der hier produzierten HAPIs durch die FDA, die europäischen und weitere Gesundheitsbehörden anstreben.
Als entscheidenden Faktor bei diesem Projekt sehen wir – neben den beschriebenen neuen Fermentationsanlagen - einen Know-How-Transfer in unsere Business Unit Pharma: Die Handhabung genetisch modifizierter Bakterienstämme, welche äußerst wirtschaftliche Herstellprozesse ermöglichen.
Auf den ersten Blick mag es überraschen, dass sich Heraeus mit dem Thema Fermentation beschäftigt. Für uns bedeutet „Heraeus goes Fermentation“ jedoch einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung kleinvolumiger, hochaktiver pharmazeutischer Wirkstoffe in höchster Qualität und ergänzt durch exzellenten Service. Wir werden somit unser Portfolio durch interessante Produkte erweitern und unseren Kunden neue, zukunftsorientierte Technologien anzubieten.
2004: Erfolgreiche Auditierung durch Regierungspräsidium Darmstadt
Wir freuen uns, Sie über ein erfolgreiches GMP-Audit am Heraeus-Standort Hanau
informieren zu dürfen, das am 25./26. März 2004 durch Mitarbeiter des Regierungspräsidiums
Darmstadt durchgeführt wurde.
Dieses Audit umfasste unsere API-Produktionseinrichtungen, unsere QA/QC sowie die
zugehörige Dokumentation der Produkte Cisplatin, Carboplatin, Dacarbazin und Thiotepa.
Die betreffenden GMP-Zertifikate sind auf Anfrage erhältlich.
Bitte zögern Sie nicht, uns hierzu anzusprechen.
2005: Antisoma und Heraeus unterzeichnen Vertrag für die Herstellung von AS1410 / Start klinischer Studien für 1. Halbjahr 2006 erwartet
London, UK und Hanau, Deutschland: 2. Juni 2005. Der Antikrebsmittelentwickler Antisoma plc (LSE:ASM) gibt bekannt, dass das Unternehmen einen Vertrag mit dem deutschen Spezialhersteller Heraeus unterzeichnet hat, um AS1410 in der für klinische Studien notwendigen Menge und Qualität herstellen zu lassen. Die Entwicklung von Antisomas führendem TTA (Telomere Targeting Agent) ist rasch vorangeschritten, so dass das Unternehmen nun den Start klinischer Studien plant, deren Beginn für das erste Halbjahr 2006 erwartet wird.
TTAs greifen Krebszellen an, indem sie direkt an Telomere, Regionen am Ende der Chromosomen, binden. Studiendaten, welche auf dem 2005 Meeting of the American Association of Cancer Research präsentiert wurden zeigen, dass die Behandlung mit AS1410 die Wachstumsrate eines humanen Prostatakarzinom-Xenograftes mehr als halbiert hat. Darüber hinaus hat der Wirkstoff den Vorteil eines relativ raschen Wirkungseintritts, welcher das Tumorwachstum am Prostata-Modell bereits nach nur sieben Behandlungstagen beeinflusst. AS1410 hat ein breites kommerzielles Potenzial, da Telomere bei sämtlichen Krebsarten im Überleben und in der Proliferation der Zellen eine wesentliche Rolle spielen.
Glyn Edwards, Vorstandsvorsitzender (CEO) von Antisoma, sagt: “Wir freuen uns, unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit Heraeus fortzuführen und die klinischen Studien zu AS1410 ihrem Beginn näher zu bringen. Zusammen mit unserer ATTACK-Wirksubstanz AS1409, für welche der Beginn klinischer Studien ebenfalls für das kommende Jahr erwartet wird, freuen wir uns über eine bedeutende Verbesserung unserer Pipeline durch das Hinzufügen gleich zweier Wirkstoffe mit großem Potenzial.
Hintergrund zu AS1410
Die TTAs, welche Antisoma aktuell weiterentwickelt, wurden durch Professor Stephen Neidle und seine Mitarbeiter am Institute of Cancer Research an der London School of Pharmacy, erfunden. Sie wurden durch Antisoma über Cancer Research Technology, ein Tochterunternehmen der Cancer Research UK, einlizenziert. AS1410 wurde als führender Wirkstoff aus dem TTA-Programm im Dezember 2004 ausgesucht.
TTAs wirken durch direkte Bindung an Telomere. Dies sind schützende Regionen, die sich am Ende von Chromosomen befinden (Chromosomen sind jene Strukturen, in welche die DNS im Zellinneren jeder Körperzelle gepackt wird). In normalen Zellen werden die Telomere mit jedem Zellteilungszyklus geringfügig kürzer, bis zu einer kritischen Länge, bei der die Zelle in die Phase der so genannten Apoptose gerät, in der sie sich selbst zerstört. Die meisten Krebszellen produzieren das Enzym Telomerase, welches die ursprüngliche Länge der Telomere erhält und somit die Zellen an der Apoptose hindert. Eine Vielzahl von Wirksubstanzen, welche die Telomerase inhibieren, sind bisher entwickelt worden. Gemeinsam ist diesen Wirkstubstanzen ein langsamer Wirkungseintritt, da sie mehrere Zellteilungszyklen benötigen, um die Telomere soweit zu kürzen, dass Apoptose eintritt. TTAs hingegen wirken schneller, denn sie binden an das Telomer selbst und destabilisieren es. Ein deutlicher Effekt ist die Enthüllung der Chromosom-Enden, was zu einer letalen Chromosomfusion zwischen zwei Enden führt. Die Wirkung der TTAs behindert vermutlich die Bindung der Telomerase an das Telomer. Allerdings gibt es wahrscheinlich noch weitere Wirkprinzipien; TTAs zeigen eine breite Wirksamkeit selbst gegen jene seltenen Krebszelllinien, welche über alternative (Telomerase unabhängige) Mechanismen verfügen, die ihre Telomere in der Länge erhalten.
2005: Soziales Engagement: Heraeus spendet 10.000 Euro
Heraeus unterstützt in diesem Jahr erneut den gemeinnützigen Verein "Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V." mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro.
Dieses soziale Engagement erfolgte nun zum dritten Mal. Als Spezialist für die Herstellung hochaktiver, pharmazeutischer Wirkstoffe zur Krebsbekämpfung wollen wir auch in diesem Jahr die soziale Verantwortung erneut wahrnehmen. Es freut uns sehr, dass wir seit nun drei Jahren die Elterninitiative und deren wichtige Arbeit unterstützen können", so Michael Schwarz, der zusammen mit Dr. Friedrich Wissmann die Business Unit Pharma bei W. C. Heraeus leitet.
Herr Schwarz und Dr. Wissmann haben am 5. November den Spendenscheck an die Vertreterin der Elterninitiative, Frau Christel Lochner, in Würzburg übergeben. Frau Lochner engagiert - in ausgesprochen hohem Maße - sich seit vielen Jahren in dem Verein, der ausschließlich von ehrenamtlichen Mitgliedern getragen wird und sehr eng mit der Universitätsklinik in Würzburg zusammenarbeitet.
Seit 1983 unterstützt die Organisation erkrankte Kinder und deren familiäres Umfeld. Die Hauptaufgaben des Vereins sind die Betreuung von Erkrankten sowie deren Angehörigen, aber auch die Unterbringung der Eltern vor Ort, die Nachsorgebetreuung und die Beratung über soziale und rechtliche Aspekte gehören dazu. Eine sehr schwierige und sensible Aufgabe ist die Betreuung von "verwaisten" Eltern, welche von dem Verein wahrgenommen wird.
Mit der wiederholten Heraeus Spende wird der Einsatz von ambulanten Kinderkrankenschwestern finanziert, die die Pflege der erkrankten Kinder zu Hause übernehmen - auch und insbesondere in Fällen in denen es bedauerlicherweise kaum oder keine guten Heilungschancen für die kleinen Patienten mehr gibt.
2006: Pharmabereich unterstützt die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V. mit 10.000 Euro
Mit einer Spende von 10.000 Euro unterstützt die Business Unit Pharma von W. C. Heraeus den gemeinnützigen Verein "Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V.". „Der sozialen Betreuung von Krebs-Patienten und deren Angehörigen kommt eine sehr hohe Bedeutung zu“, sagte Michael Schwarz, Leiter der Produktlinie Pharma, bei der Scheckübergabe Ende August 2006 an Prof. Dr. Paul-Gerhard Schlegel, Leiter Pädiatrische Onkologie/Stammzelltherapie im Universitätsklinikum Würzburg. „Insbesondere im Fall von krebserkrankten Kindern spielt dieser Punkt eine außerordentlich große Rolle. Heraeus ist sich seiner besonderen gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Es ist uns daher eine besondere Verpflichtung, die außerordentliche und unschätzbare Arbeit des Vereins wie schon im vergangenen Jahr finanziell unterstützen zukönnen“, so Schwarz. Dr. Friedrich Wissmann, der den Pharmabereich gemeinsam mit Schwarz leitet, betonte:
„Wir wollen damit neben erstklassigen Wirkstoffen gegen das Krankheitsbild Krebs einen weiteren, sozialen Beitrag zur Behandlung dieser Krankheit leisten.“
Der Verein "Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V." - der ausschließlich von ehrenamtlichen Mitgliedern getragen wird – unter-stützt seit 1983 erkrankte Kinder und deren familiäres Umfeld.
Im Rahmen der "Station Regenbogen" in der Universitäts-Kinderklinik Würzburg steht dieser Verein allen Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite. Die Mitglieder - in der Regel selbst betroffene Eltern krebskranker Kinder -engagieren sich im Bereich der Ausstattung der Station und der Betreuung von Erkrankten und deren Ange-hörigen. Darüber hinaus kümmern sie sich um die Unterbringung der Eltern vor Ort, die Nachsorgebetreuung und die Beratung über soziale und rechtliche Aspekte. Auch ein Gesprächskreis für „verwaiste" Eltern zählt zu den außerordentlich wichtigen Aktivitäten der Initiative. Hervorzuheben ist auch die Organisation und Finanzierung von ambulanten Kinderkrankenschwestern, die erkrankte Kinder zu Hause pflegen und betreuen - besonders in den Fällen, ich welchen keine Heilungschance für das Kind mehr besteht.
Einen tieferen Eindruck in die gesamten Aktivitäten des Vereins bietet dessen Homepage unter www.stationregenbogen.de.
Bereits seit vielen Jahren betreibt der Heraeus Konzernbereich W. C. Heraeus mit seiner Produktlinie Pharma das Geschäft mit hochaktiven Anti-Krebs-Wirkstoffen, z. B. cis-Platin. Der Pharmabereich versteht sich als Dienstleister in den Bereichen Wirkstoffherstellung, Synthese und Analytik und arbeitet weltweit mit zahlreichen Kunden an der exklusiven Entwicklung neuer Wirkstoffe zusammen.
2007: BU Pharma gewinnt Innovationspreis 2007 mit "Mikrophotoraktor zur Herstellung hochreiner pharmazeutischer Wirkstoffe"

Ein Mikrophotoreaktor, mit dem pharmazeutische Wirkstoffe zur Tumorbekämpfung - wie Irinotecan - in hohen Ausbeuten hergestellt werden, eine neue Generation von langzeitstabilem, synthetischem Quarzglas für die Mikrolithografie und eine neue Kombination aus Flussmittel und Lotpaste zur sauberen Verarbeitung auf Leiterplatten für die Halbleiterindustrie – dies sind die preiswürdigen Entwicklungen, die mit dem Heraeus Innovationspreis 2007 ausgezeichnet wurden.
Der mit 2500 Euro dotierte erste Preis wurde im Rahmen einer Feierstunde letzten Donnerstag in Hanau an Silvia Werner, Business Unit Pharma der W. C. Heraeus GmbH, überreicht. Den zweiten Platz belegte Dr. Stephan Thomas von der Heraeus Quarzglas für die Entwicklung von Suprasil 501. Paul Niemczura, von der Contact Materials Division, W. C. Heraeus, belegte den dritten Platz. Die Preisträger wurden von Dr. Frank Heinricht (stellv. Vorsitzender der Geschäftsführung), und von Dr. Jürgen Heraeus (Vorsitzender des Aufsichtsrats) und Schirmherr der Veranstaltung, mit einer Goldmedaille mit der Sonderprägung „Innovationspreis 2007“ ausgezeichnet. Der Heraeus Innovationspreis wurde bereits zum fünften Mal vergeben. Mit 37 Einreichungen erreichte der interne Wettbewerb einen neuen Teilnehmerrekord. Allein 19 Entwicklungen kamen von W. C. Heraeus. 12 Einreichungen kamen aus den USA.
„Innovationen sollen neue Marktsegmente erschließen und Plattformen für neue Technologien für unser Unternehmen ermöglichen – genau diese Ziele haben die aktuellen und die bisherigen Innovationspreisträger erreicht“, hob Dr. Frank Heinricht die Bedeutung von innovativen Entwicklungen hervor. „Ihre Begeisterung, Ihr Engagement und Ihre Faszination, neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen sind die Vorraussetzung für Innovationen“, motivierte Dr. Heraeus die Heraeus-Entwickler.
Der Heraeus Innovationspreis wird seit 2003 ausgelobt. Teilnehmen können weltweit alle Forscher und Entwickler von Heraeus. Mit dem Innovationspreis will Heraeus die oftmals verborgenen Innovationen im Unternehmen sichtbar machen und gleichzeitig die Leistungen und Talente der Forscher und Entwickler anerkennend würdigen.
2007: Soziales Engagement: W. C. Heraeus spendet 10.000 Euro
Heraeus unterstützt in 2007 den gemeinnützigen Verein „Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V“ mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro. Als Spezialist für die Herstellung hochaktiver, pharmazeutischer Wirkstoffe zur Krebsbekämpfung wollen wir auch in diesem Jahr die soziale Verantwortung erneut wahrnehmen. Es freut uns sehr, dass wir seit nun drei Jahren die Elterniniative und deren wichtige Arbeit unterstützen können, so Michael Schwarz, der zusammen mit Dr. Wissmann die Business Unit Pharma leitet. Einen tieferen Einblick in die Aktivitäten des Elternvereins bietet dessen Homepage unter www.stationregenbogen.de
2008: Poniard Pharmaceuticals kooperiert mit W. C. Heraeus
Poniard Pharmaceuticals, Inc. ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in San Francisco, USA, das auf die Entwicklung und Kommerzialisierung von innovativen onkologischen Produkten spezialisiert ist.
Picoplatin, der Hauptkandidat aus der Produktplattform des Unternehmens, ist eine neue Generation von Platinverbindungen mit einem verbesserten Sicherheitsprofil. Es wurde entwickelt, um eine durch die Chemotherapie bedingte Platinresistenz von festen Tumoren zu überwinden. Die klinischen Versuche mit Picoplatin umfassen mehrere Studien mit verschiedenen Tumorarten. Am weitesten fortgeschritten ist die Entwicklung bei kleinzelligem Lungenkrebs.
"Die gemeinsame Kooperation mit Heraeus ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung von Picoplatin als kommerzielles Produkt. Die Zusammenarbeit mit Heraeus sichert die Verfügbarkeit von Picoplatin für Patienten und Onkologen nach bestandener FDA-Zulassung ", so Ronald Martell, President und Chief Operating Officer von Poniard Pharmaceuticals.
Heraeus als führender Hersteller onkologischer Wirkstoffe, garantiert Poniard die großtechnische Herstellung und hat die notwendige Kapazität, Poniard Pharmaceuticals Produktions- und Qualitätsziele zu erreichen.
Picoplatin ist ein chemotherapeutisches Mittel mit einer verbesserten Wirkungsweise verglichen mit bestehenden Platinwirkstoffen. Es wurde entworfen, um Platinresistenzen zu überwinden, die mit der Behandlung von festen Tumoren verbunden sein können. Picoplatin wurde bislang bei mehr als 750 Patienten ausgewertet und hat seine Antitumoraktivität mehrfach unter Beweis gestellt, mit geringerer Nieren- und Nerventoxizität, als bei anderen Platinchemotherapiemedikamenten.
2009: Heraeus Technologietag für Journalisten: Pharmazeutische Wirkstoffe zur Krebsbekämpfung
Hanau/Wehrheim, 10.12.2009
• Heraeus deckt Produktportfolio von platinhaltigen bis fermentativ hergestellten Wirkstoffen ab
Bei der Herstellung platinhaltiger Wirkstoffe zur Krebsbekämpfung (Chemotherapie) zählt Heraeus zu den weltweiten Marktführern. Der Pharmabereich des Edelmetall- und Technologiekonzerns versteht sich als Dienstleister bei der Entwicklung, Herstellung und Analytik von Wirkstoffen. Mit der Biosynthese von Epi- und Idarubicin - die als Anti-Tumor-Wirkstoffe in der Krebstherapie genutzt werden - hat der Pharmabereich sein Produktportfolio gezielt erweitert. Darüber berichtete Dr. Friedrich Wissmann, Leiter Entwicklung Pharmawirkstoffe, auf dem 3. Heraeus Technologietag für Journalisten - „Dental, Pharma, Medizintechnik – Innovationen von Heraeus für den Megatrend Gesundheit“ - in Wehrheim im Dezember. Heraeus hat im Umfeld Biotech in den vergangenen Jahren in Millionenhöhe investiert, um immer komplexere Wirkstoffe herstellen zu können und leistet damit einen Beitrag zur Entwicklung des Pharmamarktes in Richtung von Individualbehandlungsmethoden.
Fermentation für pharmazeutische Anti-Tumor-Wirkstoffe gestartet
Heraeus betritt mit der Fermentationsanlage für Anti-Tumor-Wirkstoffe neue Wege. In Hanau stellt das Unternehmen Rubicine biosynthetisch her und hat damit einen entscheidenden Schritt getan von der anorganischen über die organische Chemie in die Biotechnologie. Eine hochmoderne Fermentationsanlage im kommerziellen Maßstab nahm 2009 die Produktion auf. Bei der Fermentation werden Wirkstoffe mit Hilfe von Mikroorganismen in Bioreaktoren hergestellt. „Die Fermentationstechnologie erleichtert uns den Zugang zu forschenden Arzneimittelherstellern und dient als Plattform für den Eintritt in neue Produktfelder“, nannte Dr. Wissmann Gründe für die Erweiterung der Produktpalette bei den pharmazeutischen Wirkstoffen. Die hochwertigen Produkte produziert Heraeus direkt am Standort in Hanau und hat damit eine lukrative Marktnische besetzt. Denn für Pharmahersteller lohnt sich der Aufwand mit eigenen Sicherheitslabors oftmals nur bedingt. Deshalb lassen Generikahersteller und Produzenten von geschützten Medikamenten die Wirkstoffe u.a. bei Heraeus herstellen und füllen sie in ihren Anlagen aseptisch in therapeutischen Dosierungen ab. Heraeus tritt dabei als Zulieferer von Wirkstoffen auf, nicht aber als Arzneimittelhersteller. Die Anlagen bei Heraeus sind für alle wichtigen Märkte zugelassen, wie z.B. für die EU, USA und Kanada sowie Japan. Die Anforderungen an die Mitarbeiter sind hoch, denn sie müssen absolut genau arbeiten. Die Verunreinigungen in allen hergestellten Produkten betragen weniger als 0,1 Prozent. „Für den Arzneimittelmarkt zu produzieren erfordert sehr viel spezielles Know-how. Zahlreiche behördliche Auflagen müssen eingehalten werden. Die spezielle Qualitätssicherung erfordert umfangreiche Dokumentationen“, beschrieb Friedrich Wissmann. Schließlich muss gewährleistet sein, dass der Wirkstoff hoch rein ist, um den Krebs-Patienten während der Chemotherapie nicht mehr als nötig zu belasten.
30 Jahre Know-how in der Herstellung von Anti-Tumor-Wirkstoffen
Die Produktion von Anti-Tumor-Wirkstoffen ist für Heraeus nichts Neues. Bereits seit den frühen 1980er Jahren werden Anti-Krebsmittel wie Cisplatin, Carboplatin und Oxaliplatin hergestellt. Die Wirkstoffe werden hauptsächlich in der Chemotherapie bei Hodenkrebs, Brustkrebs, Blasenkrebs, Bronchialtumor und Darmkrebs eingesetzt. Diese Wirkstoffe enthalten Platin und verhindern die Zellteilung, die Tumorzellen sterben ab. Ab Mitte der 1990er Jahre folgte der Einstieg in die Herstellung von Anti-Tumor-Wirkstoffen wie Dacarbazin und Thiotepa mittels organisch chemischer Synthese. Diese Antikrebsmittel enthalten nicht mehr Platin, sondern Kohlenwasserstoffverbindungen und greifen ebenfalls in den Prozess der Zellvermehrung ein, indem sie besonders schnell wachsende Zellen in deren Wachstum stören. Der Schritt zur Biosynthese erfolgte durch eine Kooperation mit einem Biotech Entwicklungs-Unternehmen. Heraeus nutzt gentechnisch veränderte Bakterien, die ein Vorprodukt für den Anti-Tumor-Wirkstoff Epirubicin liefern. Die sich anschließende chemische Synthese umfasst nun nur noch einen Schritt, während andere Hersteller bis zu sieben Produktionsschritte benötigen, um zum selben Produkt zu gelangen. „Die Wirkstoffgruppe der Rubicine wird bereits seit 20 Jahren in der Tumortherapie eingesetzt. Doch es ist äußerst schwierig, sie auf rein chemischem Weg zu synthetisieren, da sie eine sehr komplexe Struktur aufweisen“, nannte Dr. Wissmann auf dem Technologietag eine Herausforderung. Die Rubicine greifen nicht mehr in den Reproduktionsprozess des Erbgutes ein, sondern in die Signalübertragung der Zellen. Sie wirken spezifischer und somit gezielter auf bestimmte Zellen. Der Einstieg in biotechnologische Verfahren wie der Fermentation eröffnet Heraeus als technologische Plattform neue Anwendungen und Märkte.
Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen mit über 155-jähriger Tradition. Unsere Geschäftsfelder umfassen die Bereiche Edelmetalle, Sensoren, Dentalprodukte, Biomaterialien, Quarzglas und Speziallichtquellen. Mit einem Produktumsatz von rund 3 Mrd. € und einem Edelmetallhandelsumsatz von 13 Mrd. € sowie weltweit knapp 13000 Mitarbeitern in mehr als 110 Gesellschaften hat Heraeus eine führende Position auf seinen globalen Absatzmärkten
2009: W. C. Heraeus spendet 10.000 Euro
Die Diagnose können wir nicht ändern – aber das gesamte Umfeld positiv beeinflussen
Kinderkrebsstation – ein Wort, das Ängste und Beklemmung auslöst. Hier leben Kinder, die von einer schweren Krankheit und einer anstrengenden Therapie gezeichnet sind, die aber auch lachen, spielen und fröhlich sind. Nicht umsonst wurde die Station „Regenbogen“ genannt. Hier gibt es neben der Schattenseite des Lebens viel Licht und vor allem auch Hoffnung.
Heraeus unterstützte bereits zum vierten Mal den gemeinnützigen Verein „Station Regenbogen -Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e. V.“ mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro. „Als Spezialist für die Herstellung hochaktiver, pharmazeutischer Wirkstoffe zur Krebsbekämpfung wollen wir auch in diesem Jahr unsere soziale Verantwortung erneut wahrnehmen und mit unserer Spende dazu beitragen Projekte zu verwirklichen, die den Klinikalltag erleichtern“, erklärt Michael Schwarz, Leiter der Business Unit Pharma bei W. C. Heraeus. Dr. Friedrich Wissmann, ebenfalls Leiter der W. C. Heraeus Business Unit Pharma fügt ergänzend hinzu:“Mit dem Projekt Ambulante Kinderkrankenschwester für krebskranke Kinder unterstützen wir Familien, die nach der kräftezehrenden, stationären Therapie im Krankenhaus in ein emotional tiefes Loch fallen.“
Ambulante Kinderkrankenschwester für krebskranke Kinder der Station Regenbogen
Eltern die bisher in der Klinik gut betreut und unterstützt wurden, müssen plötzlich wieder die alleinige Verantwortung für die Pflege ihres Kindes übernehmen. Die Angst und Unsicherheit ist groß, hinzu kommt die Furcht vor einem neuen Rückfall. Durch die professionelle häusliche Pflege einer ambulanten Kinderkrankenschwester, hat die Patientenfamilie einen kompetenten Gesprächspartner, der die Ängste mindert und den Krankenhausaufenthalt für das Kind wesentlich verkürzen kann.
Eine besondere Bedeutung hat die ambulante Kinderkrankenschwester bei einem Kind, das nicht mehr geheilt werden kann und das Ende seines Lebens zu Hause verbringen möchte.“Für dieses Kind ist es sehr hilfreich, wenn es von einer vertrauten Person „seiner“ Station besucht wird“, so Frau Lochner vom Team Regenbogen e.V.